Zwangsstörungen von Kindern und Jugendlichen

Störungen systemisch behandeln 14

Retzlaff, Rüdiger

217 Seiten

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Zwänge von Kindern und Jugendlichen sind relativ häufige Störungen. Die Familie leidet in solchen Fällen nicht nur meistens mit, sie ist zugleich auch ein Schlüssel für die erfolgreiche Behandlung. Aus systemischer Perspektive können Zwangssymptome als kontraproduktiver Lösungsversuch verstanden werden: Das betroffene Kind versucht, sich durch zwanghafte Grübeleien Gewissheit zu verschaffen, oder eine Jugendliche möchte durch zwanghafte Kontrollhandlungen unangenehmen Gefühlen entgehen. Vom Verstand her ist dem Kind bewusst, dass seine Zwangshandlungen oder -gedanken nicht logisch sind. Primär sprachliche oder kognitiv orientierte Interventionen helfen nur bedingt weiter, denn ein tiefes Gefühl von innerer Zuversicht ist letztlich etwas Körperliches und lässt sich besser durch emotionsorientierte Zugangsweisen erreichen. Mit Hilfe von hypnosystemischen Strategien zur Aufmerksamkeitslenkung, durch die Aktivierung von Ressourcenteilen, die Nutzung von spielerischen kreativen Interventionen wie z.B. den Einsatz von Selfie-Videoaufnahmen kommen das Kind bzw. die Jugendliche mit ihren kompetenten Seiten in Kontakt. Dadurch fällt es ihnen leichter, den inneren "Kontrolletti" oder den "Herrn Grübel" zu überwinden. Die Familie bzw. die Eltern werden als Unterstützer-Team einbezogen, das emotionalen Rückhalt gibt und dazu ermutigt, über die Symptome und sich selbst hinauszuwachsen. Letztlich geht es um das Aufgeben des Versuches, die Dinge im Griff haben zu wollen, und das Entwickeln von Akzeptanz gegenüber Ungewissheit und weniger angenehmen Affekten, die zum Leben dazugehören.

Rüdiger Retzlaff, Dr. sc. hum., Dipl.-Psych., Psychotherapeut, Psychologischer Psychotherapeut und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut. Über zwanzigjährige Tätigkeit als Leiter der Ambulanz für Paar- und Familientherapie am Institut für Psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie, Universitätsklinik Heidelberg. Niedergelassen in eigener Praxis in Heidelberg. Lehrtherapeut für Systemische Therapie, Verhaltenstherapie, Psychodynamische Therapie und Hypnotherapie; Lehrender Coach; Lehrender Supervisor. Leiter des Curriculums "Systemische Kinder- und Jugendtherapie" am Helm Stierlin Institut, Heidelberg, sowie in China und Polen. Veröffentlichung u. a.: "Einführung in die systemische Therapie mit Kindern und Jugendlichen" (2013).

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Autor Retzlaff, Rüdiger
Verlag Carl-Auer Verlag GmbH
ISBN 9783849703141
ISBN/EAN 9783849703141
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Lieferbarkeitsdatum 20.01.2022
Einband Paperback
Format 1.4 x 21.2 x 14.9
Seitenzahl 217 S.
Gewicht 327

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ISBN 9783849703141
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Zwänge von Kindern und Jugendlichen sind relativ häufige Störungen. Die Familie leidet in solchen Fällen nicht nur meistens mit, sie ist zugleich auch ein Schlüssel für die erfolgreiche Behandlung. Aus systemischer Perspektive können Zwangssymptome als kontraproduktiver Lösungsversuch verstanden werden: Das betroffene Kind versucht, sich durch zwanghafte Grübeleien Gewissheit zu verschaffen, oder eine Jugendliche möchte durch zwanghafte Kontrollhandlungen unangenehmen Gefühlen entgehen. Vom Verstand her ist dem Kind bewusst, dass seine Zwangshandlungen oder -gedanken nicht logisch sind. Primär sprachliche oder kognitiv orientierte Interventionen helfen nur bedingt weiter, denn ein tiefes Gefühl von innerer Zuversicht ist letztlich etwas Körperliches und lässt sich besser durch emotionsorientierte Zugangsweisen erreichen. Mit Hilfe von hypnosystemischen Strategien zur Aufmerksamkeitslenkung, durch die Aktivierung von Ressourcenteilen, die Nutzung von spielerischen kreativen Interventionen wie z.B. den Einsatz von Selfie-Videoaufnahmen kommen das Kind bzw. die Jugendliche mit ihren kompetenten Seiten in Kontakt. Dadurch fällt es ihnen leichter, den inneren "Kontrolletti" oder den "Herrn Grübel" zu überwinden. Die Familie bzw. die Eltern werden als Unterstützer-Team einbezogen, das emotionalen Rückhalt gibt und dazu ermutigt, über die Symptome und sich selbst hinauszuwachsen. Letztlich geht es um das Aufgeben des Versuches, die Dinge im Griff haben zu wollen, und das Entwickeln von Akzeptanz gegenüber Ungewissheit und weniger angenehmen Affekten, die zum Leben dazugehören.

Rüdiger Retzlaff, Dr. sc. hum., Dipl.-Psych., Psychotherapeut, Psychologischer Psychotherapeut und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut. Über zwanzigjährige Tätigkeit als Leiter der Ambulanz für Paar- und Familientherapie am Institut für Psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie, Universitätsklinik Heidelberg. Niedergelassen in eigener Praxis in Heidelberg. Lehrtherapeut für Systemische Therapie, Verhaltenstherapie, Psychodynamische Therapie und Hypnotherapie; Lehrender Coach; Lehrender Supervisor. Leiter des Curriculums "Systemische Kinder- und Jugendtherapie" am Helm Stierlin Institut, Heidelberg, sowie in China und Polen. Veröffentlichung u. a.: "Einführung in die systemische Therapie mit Kindern und Jugendlichen" (2013).

 

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