Zeit zählt

Grundzüge einer prozessualen Soziologie, Positionen Sozialforschung weiter denken

Abbott, Andrew (Prof. Dr.)

328 Seiten

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'Als Forschende finden wir die soziale Welt nicht nur kompliziert und interessant, nicht nur funktional oder beunruhigend, sondern auch erstaunlich, überwältigend und freudvoll gerade in ihrer Vielfalt und ihrem Vergehen. Unsere Leserinnen und Leser sollten nicht nur die Ursachen und Konsequenzen der Gesellschaft, nicht nur ihre Verdienste und Fehler, sondern auch [.] ihre Schönheit und Traurigkeit kennen.' Andrew Abbott, Lyrische Soziologie

Einführung von Thomas Hoebel, Wolfgang Knöbl und Aaron Sahr Eine zeitgemäße Sozialforschung sollte prozessual angelegt sein, argumentiert der US-amerikanische Soziologe Andrew Abbott. Damit vertritt er einen radikal anderen Blickwinkel auf die soziale Welt als in den Sozialwissenschaften üblich. Nicht die Stabilität gesellschaftlicher Verhältnisse ist der Normalfall, sondern ihr Wandel. Nicht die kontinuierliche Veränderung sozialer Strukturen und kultureller Deutungen ist erklärungsbedürftig, sondern ihre Konstanz. Nicht die Modellierung sozialer Vorgänge mit Variablen wie Bildungsniveau, Haushaltseinkommen oder soziale Herkunft ist die angemessene Methode ihrer Analyse, sondern die Narration ihrer prozesshaften Entfaltungen, Wendungen und Abbrüche. Andrew Abbott geht es darum, die Temporalität des Sozialen als zentralen Aspekt sozialwissenschaftlicher Methodologie und soziologischer Theoriebildung zu verankern. Mit dem Band 'Zeit zählt' liegen erstmals ausgewählte Aufsätze von Abbott gebündelt in deutscher Übersetzung vor. Sie eröffnen den Zugang zu einem Autor, der in den USA und in Frankreich längst zu den prominentesten Sozialwissenschaftlern der Gegenwart gehört und der nicht nur gegen den Strich, sondern auch gegen sich selbst zu denken vermag. In der Reihe Positionen erscheinen klassische und neue Texte, die sich damit auseinandersetzen, was wegweisende Sozialforschung methodisch und theoretisch ausmacht, und die aufzeigen, was sie leisten kann. Sozialforschung weiterdenken heißt, mit Positionen zu experimentieren, die inspirieren und irritieren, weil sie die theoretischen und methodischen Konventionen sozialwissenschaftlichen Forschens hinterfragen, u¨berwinden oder neu arrangieren. Die ausgewa¨hlten Werke fordern allesamt heraus; sie geben Orientierung und enthalten u¨berraschende Einsichten; sie machen Deutungsangebote und ermuntern zu Kritik. Ziel der Reihe des Hamburger Instituts fu¨r Sozialforschung ist es, methodisch und theoretisch kreativen Impulsen mehr Gewicht in wissenschaftlichen und o¨ffentlichen Diskursen zu verleihen. Dazu versammelt Positionen sowohl Originaltexte als auch U¨bersetzungen.

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Autor Abbott, Andrew (Prof. Dr.)
Verlag Hamburger Edition
ISBN 9783868543407
ISBN/EAN 9783868543407
Lieferzeit 5 Werktage(inkl . Versand)
Lieferbarkeitsdatum 07.09.2020
Einband Gebunden
Format 2.1 x 22 x 14.5
Seitenzahl 328 S.
Gewicht 481

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ISBN 9783868543407
Format 2.1 x 22 x 14.5
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'Als Forschende finden wir die soziale Welt nicht nur kompliziert und interessant, nicht nur funktional oder beunruhigend, sondern auch erstaunlich, überwältigend und freudvoll gerade in ihrer Vielfalt und ihrem Vergehen. Unsere Leserinnen und Leser sollten nicht nur die Ursachen und Konsequenzen der Gesellschaft, nicht nur ihre Verdienste und Fehler, sondern auch [.] ihre Schönheit und Traurigkeit kennen.' Andrew Abbott, Lyrische Soziologie

Einführung von Thomas Hoebel, Wolfgang Knöbl und Aaron Sahr Eine zeitgemäße Sozialforschung sollte prozessual angelegt sein, argumentiert der US-amerikanische Soziologe Andrew Abbott. Damit vertritt er einen radikal anderen Blickwinkel auf die soziale Welt als in den Sozialwissenschaften üblich. Nicht die Stabilität gesellschaftlicher Verhältnisse ist der Normalfall, sondern ihr Wandel. Nicht die kontinuierliche Veränderung sozialer Strukturen und kultureller Deutungen ist erklärungsbedürftig, sondern ihre Konstanz. Nicht die Modellierung sozialer Vorgänge mit Variablen wie Bildungsniveau, Haushaltseinkommen oder soziale Herkunft ist die angemessene Methode ihrer Analyse, sondern die Narration ihrer prozesshaften Entfaltungen, Wendungen und Abbrüche. Andrew Abbott geht es darum, die Temporalität des Sozialen als zentralen Aspekt sozialwissenschaftlicher Methodologie und soziologischer Theoriebildung zu verankern. Mit dem Band 'Zeit zählt' liegen erstmals ausgewählte Aufsätze von Abbott gebündelt in deutscher Übersetzung vor. Sie eröffnen den Zugang zu einem Autor, der in den USA und in Frankreich längst zu den prominentesten Sozialwissenschaftlern der Gegenwart gehört und der nicht nur gegen den Strich, sondern auch gegen sich selbst zu denken vermag. In der Reihe Positionen erscheinen klassische und neue Texte, die sich damit auseinandersetzen, was wegweisende Sozialforschung methodisch und theoretisch ausmacht, und die aufzeigen, was sie leisten kann. Sozialforschung weiterdenken heißt, mit Positionen zu experimentieren, die inspirieren und irritieren, weil sie die theoretischen und methodischen Konventionen sozialwissenschaftlichen Forschens hinterfragen, u¨berwinden oder neu arrangieren. Die ausgewa¨hlten Werke fordern allesamt heraus; sie geben Orientierung und enthalten u¨berraschende Einsichten; sie machen Deutungsangebote und ermuntern zu Kritik. Ziel der Reihe des Hamburger Instituts fu¨r Sozialforschung ist es, methodisch und theoretisch kreativen Impulsen mehr Gewicht in wissenschaftlichen und o¨ffentlichen Diskursen zu verleihen. Dazu versammelt Positionen sowohl Originaltexte als auch U¨bersetzungen.

 

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