Vom Bruttonationalprodukt zum Bruttonationalglück

Denken und Handeln im Umbruch: Gesellschaftlicher Wandel durch Transformation des Geistes, Hochschulschriften zur Nachhaltigkeit 89

Peyker, Katrin

122 Seiten

29,00 €
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'Bruttonationalglück ist wichtiger als Bruttonationalprodukt.' Die Formulierung des Königs von Bhutan aus den 1970er-Jahren wägt zwischen zwei unterschiedlichen Entwicklungsphilosophien ab: Auf der einen Seite stehen die Industriestaaten, bei denen Produktion und Konsumption von Gütern im Mittelpunkt stehen, in Erwartung von Wohlstand und Glück für ihre Bürger. Doch das Ziel scheint angesichts der globalen Umwelt-, Klima- und Wirtschaftskrise mit dieser Lebensführung nicht erreichbar, vielmehr dürfte die marktliberale Fortschrittsidee für die aktuellen Probleme mitverantwortlich sein. Das Modell des Bruttonationalglücks auf der anderen Seite wurde lange Zeit belächelt und ignoriert: Glück anstelle von Wirtschaftswachstum als Staatsziel zu definieren passte nicht in eine Welt des unbegrenzten Fortschritts. Ein kritischer Blick auf dieses alternative, nachhaltige und ganzheitliche Fort-Schritts-Konzept öffnet hingegen neue Perspektiven für ein gelingendes Leben auch im Westen. Dabei spielen die Lehren des Buddhismus ebenso eine Rolle wie aktuelle politische Entscheidungen - bis hin zu kultureller Entwicklung, Verteilungsgerechtigkeit und Schritten zur Nachhaltigkeit. Nachdem die UNO im Jahre 2015 Bruttonationalglück als neues Entwicklungsziel artikuliert hat, kommt dem kleinen Himalajastaat bisweilen eine Vorreiterrolle zu. Eine adaptierte Form dieses Konzeptes kann die Basis für eine universelle Verantwortung darstellen, die einen Weg aus der globalen Krise weisen könnte.

Katrin Peyker lebte und arbeitete nach dem Studium der Sportwissenschaften, Angewandten Ethik und Buddhistischen Philosophie, Religion und Psychologie für ein Jahr in Tibet. Heute lehrt sie an der Universität Graz und beschäftigt sich mit den Themen Sportethik und Nachhaltigkeit.

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Autor Peyker, Katrin
Verlag oekom verlag GmbH
ISBN 9783962382544
ISBN/EAN 9783962382544
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Lieferbarkeitsdatum 03.09.2020
Einband Kartoniert
Format 1 x 23.5 x 16.5
Seitenzahl 122 S.
Gewicht 247

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Verlag oekom verlag GmbH
ISBN 9783962382544
Format 1 x 23.5 x 16.5
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'Bruttonationalglück ist wichtiger als Bruttonationalprodukt.' Die Formulierung des Königs von Bhutan aus den 1970er-Jahren wägt zwischen zwei unterschiedlichen Entwicklungsphilosophien ab: Auf der einen Seite stehen die Industriestaaten, bei denen Produktion und Konsumption von Gütern im Mittelpunkt stehen, in Erwartung von Wohlstand und Glück für ihre Bürger. Doch das Ziel scheint angesichts der globalen Umwelt-, Klima- und Wirtschaftskrise mit dieser Lebensführung nicht erreichbar, vielmehr dürfte die marktliberale Fortschrittsidee für die aktuellen Probleme mitverantwortlich sein. Das Modell des Bruttonationalglücks auf der anderen Seite wurde lange Zeit belächelt und ignoriert: Glück anstelle von Wirtschaftswachstum als Staatsziel zu definieren passte nicht in eine Welt des unbegrenzten Fortschritts. Ein kritischer Blick auf dieses alternative, nachhaltige und ganzheitliche Fort-Schritts-Konzept öffnet hingegen neue Perspektiven für ein gelingendes Leben auch im Westen. Dabei spielen die Lehren des Buddhismus ebenso eine Rolle wie aktuelle politische Entscheidungen - bis hin zu kultureller Entwicklung, Verteilungsgerechtigkeit und Schritten zur Nachhaltigkeit. Nachdem die UNO im Jahre 2015 Bruttonationalglück als neues Entwicklungsziel artikuliert hat, kommt dem kleinen Himalajastaat bisweilen eine Vorreiterrolle zu. Eine adaptierte Form dieses Konzeptes kann die Basis für eine universelle Verantwortung darstellen, die einen Weg aus der globalen Krise weisen könnte.

Katrin Peyker lebte und arbeitete nach dem Studium der Sportwissenschaften, Angewandten Ethik und Buddhistischen Philosophie, Religion und Psychologie für ein Jahr in Tibet. Heute lehrt sie an der Universität Graz und beschäftigt sich mit den Themen Sportethik und Nachhaltigkeit.

 

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