Naturrecht und menschliche Würde

Ernst Bloch - Gesamtausgabe 6 - suhrkamp taschenbuch wissenschaft 555

Bloch, Ernst

367 Seiten

14,00 €
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Vorwort 1. Viel gebraucht / 2. Ein Dritter entscheidet / 3. Das sogenannte Rechtsgefühl / 4. Die ersten Kämpfer gegen Satzung / 5. Über das Naturrecht Epikurs und der Stoa / 6. Stoische Schulideen und römisches Recht / 7. Das relative Naturrecht Thomae von Aquin und das der Reformation / 8. Das dem relativen Naturrecht gemäße Ideal: Gerechtigkeit von oben / 9. Althus, Hobbes, Grotius, rationalistisches Naturrecht und Neubau der Gesetze / 10. Nochmals rationalistisches Naturrecht, sein Bezug zur mathematischen Konstruktion und zur Naturreligion / 11. Rousseaus Contrat social, amerikanische Unabhängigkeitserklärung, Menschenrechte / 12. Kants und Fichtes Naturrecht ohne Natur: als Vernunftrecht a priori / 13. Über Rechtsleidenschaft innerhalb des positiven Gesetzes (Kohlhaas und der Ernst des Minos) / 14. Anselm Feuerbach, Savigny; Schicksal des Vernunftrechts in Schellings dunklerer Natur / 15. Bachofen, Gaia-Themis und Naturrecht / 16. Konfrontation: Gaia-Themis und ihr Fortleben in den Naturrechtsschulen insgesamt / 17. Der Schwur auf den Styx, der zweideutige Kosmos in Hegels Rechtsphilosophie 18. Tod und Scheinleben eines spätbürgerlichen Naturrechts (Freirechtliche Bewegung / Iherings 'Zweck im Recht' / Formaler Rechtsstaat und Stammlers 'richtiges Recht'; nochmals Rechtsstaat / Reinach und phänomenologische Rechtsschau; Auswahl unter Leerformen / Kelsens Rechtsnorm mit bloßem Zurechnungspunkt / Carl Schmitts 'Dezisionismus' oder das faschistische Anti-Naturrecht schlechthin) 19. Aporien und Erbe an der Trikolore: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit (Der ungefundene Fund / Vom Kern der Freiheit / Von der Vielfalt der Gleichheit / Vom Frieden der Brüderlichkeit / L'homme und Citoyen bei Marx) 20. Marxistische Distanz zum Recht und auch zum Naturrecht; Problem einer klassenlosen Quintessenz des 'Aufrechten' im Naturrecht (Gesundes Mißtrauen / Museum der Rechtsaltertümer / Ganz anderes Museum der Rechtspostulate / Illusionen im bürgerlichen Naturrecht

Ernst Simon Bloch wurde am 8. Juli 1885 in Ludwigshafen am Rhein geboren und starb am 4. August 1977 in Tübingen. Er entstammte einer jüdischen Familie aus der Pfalz. Von 1905 bis 1908 studierte er Philosophie bei Theodor Lipps in München und Oswald Külpe in Würzburg und wurde im Jahr 1908 promoviert. 1913 heiratete er die aus Riga stammende Bildhauerin Else von Stritzky. Als engagierter Gegner des Krieges ging er von 1917 bis 1919 mit seiner Frau in die Schweiz und war in Bern für das Archiv für Sozialwissenschaften tätig. 1917 beendete er in Locarno sein Werk Geist der Utopie. Ein Jahr nach dem Tod seiner Frau heiratete er 1922 die Malerin Linda Oppenheimer. Die Ehe hielt bis 1928. In der Zwischenzeit kehrte Bloch zurück nach Berlin. Zu seinen damaligen Freunden gehörten Bertolt Brecht, Kurt Weill, Theodor W. Adorno und Walter Benjamin. Politisch war Bloch sehr aktiv und bekämpfte schon früh die aufstrebende NSDAP. Nach Hitlers Machtübernahme wurde er ausgebürgert und emigrierte mit seiner ebenfalls jüdischen Lebensgefährtin Karola Piotrowska in die Schweiz. Nachdem sie von der Züricher Fremdenpolizei des Landes verwiesen wurden, heirateten beide 1934 in Wien. Von 1934 bis 1937 lebten sie in Paris, Sanary und Prag und emigrierten anschließend in die USA, wo sie zehn Jahre blieben. Dort schrieb Bloch an seinen Werken Das Prinzip Hoffnung, Subjekt - Objekt. Erläuterungen zu Hegel und Naturrecht und menschliche Würde. Nach dem Krieg, 1948, erhielt er einen Ruf nach Leipzig auf den Lehrstuhl für Philosophie. Trotz langjähriger Konflikte mit der SED blieb er bis 1961 dort. Kurz vor dem Bau der Mauer befand sich Bloch für einen Vortrag in Tübingen. Angesichts der neuen politischen Situation beschlossen er und seine Frau, in Westdeutschland zu bleiben. Unter anderem aufgrund des großen Einsatzes von Freunden konnte Bloch eine Gastprofessur in Tübingen antreten, wo er bis zu seinem Tod 1977 blieb.

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Autor Bloch, Ernst
Verlag Suhrkamp
ISBN 9783518281550
ISBN/EAN 9783518281550
Lieferzeit 5 Werktage(inkl . Versand)
Lieferbarkeitsdatum 19.04.2021
Einband Kartoniert
Format 1.8 x 17.5 x 10.8
Seitenzahl 367 S.
Gewicht 305

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Verlag Suhrkamp
ISBN 9783518281550
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Ernst Simon Bloch wurde am 8. Juli 1885 in Ludwigshafen am Rhein geboren und starb am 4. August 1977 in Tübingen. Er entstammte einer jüdischen Familie aus der Pfalz. Von 1905 bis 1908 studierte er Philosophie bei Theodor Lipps in München und Oswald Külpe in Würzburg und wurde im Jahr 1908 promoviert. 1913 heiratete er die aus Riga stammende Bildhauerin Else von Stritzky. Als engagierter Gegner des Krieges ging er von 1917 bis 1919 mit seiner Frau in die Schweiz und war in Bern für das Archiv für Sozialwissenschaften tätig. 1917 beendete er in Locarno sein Werk Geist der Utopie. Ein Jahr nach dem Tod seiner Frau heiratete er 1922 die Malerin Linda Oppenheimer. Die Ehe hielt bis 1928. In der Zwischenzeit kehrte Bloch zurück nach Berlin. Zu seinen damaligen Freunden gehörten Bertolt Brecht, Kurt Weill, Theodor W. Adorno und Walter Benjamin. Politisch war Bloch sehr aktiv und bekämpfte schon früh die aufstrebende NSDAP. Nach Hitlers Machtübernahme wurde er ausgebürgert und emigrierte mit seiner ebenfalls jüdischen Lebensgefährtin Karola Piotrowska in die Schweiz. Nachdem sie von der Züricher Fremdenpolizei des Landes verwiesen wurden, heirateten beide 1934 in Wien. Von 1934 bis 1937 lebten sie in Paris, Sanary und Prag und emigrierten anschließend in die USA, wo sie zehn Jahre blieben. Dort schrieb Bloch an seinen Werken Das Prinzip Hoffnung, Subjekt - Objekt. Erläuterungen zu Hegel und Naturrecht und menschliche Würde. Nach dem Krieg, 1948, erhielt er einen Ruf nach Leipzig auf den Lehrstuhl für Philosophie. Trotz langjähriger Konflikte mit der SED blieb er bis 1961 dort. Kurz vor dem Bau der Mauer befand sich Bloch für einen Vortrag in Tübingen. Angesichts der neuen politischen Situation beschlossen er und seine Frau, in Westdeutschland zu bleiben. Unter anderem aufgrund des großen Einsatzes von Freunden konnte Bloch eine Gastprofessur in Tübingen antreten, wo er bis zu seinem Tod 1977 blieb.

 

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