Nicolaus Cusanus: Der Laie über den Geist / Idiota de mente

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Isabelle Mandrella

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In this series the most important works in the history of philosophy are discussed with cooperative commentary from internationally renowned philosophers. Each volume contains 12 to 15 essays, and follows the organizational structure of the discussed philosophical work. Essential reading for students and academics alike, the series elucidates the major themes in philosophy without the need for time-consuming consultation of secondary literature.

In den Mittelpunkt der Schrift stellt Nicolaus Cusanus die Figur eines Laien (idiota), der - als Gegenpol zum universitär ausgebildeten Philosophen - den einfachen Ungebildeten und damit die wahre Weisheit repräsentiert, die dem Geist des Menschen und seinen Potentialen entspricht. Statt auf Bücherwissen und Autoritäten setzt er auf das eigene Philosophieren, das immer neu nach der Wahrheit fragt. Der Laie verkörpert die cusanische Philosophie in besonderem Maße: Fundamentale anthropologische, erkenntnistheoretische und metaphysische Bestimmungen des Cusanus finden sich hier in einer Gestalt vereint. Aus dem Wissen heraus, dass menschliches Erkennen immer nur mutmaßend sein kann, geht es um das rechte kritische Verhältnis zu den eigenen Erkenntnismöglichkeiten. An der Figur des Laien macht Cusanus deutlich, dass dies keineswegs in einen erkenntnistheoretischen Skeptizismus führt, der die Möglichkeit sicheren Wissens von vornherein für nicht erreichbar und infolgedessen alle Erkenntnisbemühungen für überflüssig hält, sondern dass darin das unendliche und dynamische Potential des Menschen zum Ausdruck kommt, sich unermüdlich an die Wahrheit anzunähern. In der Geschichte der Erkenntnistheorie vor Kant spielt "Der Laie über den Geist" somit eine fundamentale Rolle.

Isabelle Mandrella, Ludwig-Maximilians-Universität, München, Deutschland.

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Autor Isabelle Mandrella
Verlag De Gruyter GmbH
ISBN 9783110728729
ISBN/EAN 9783110728729
Lieferzeit 5 Werktage(inkl . Versand)
Erscheinungsdatum 16.03.2021
Lieferbarkeitsdatum 01.10.2021
Einband Kartoniert
Format 1.2 x 23 x 15.5
Seitenzahl VI, 232 S., 2 s/w Illustr., 2 b/w ill.
Gewicht 377

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Verlag De Gruyter GmbH
ISBN 9783110728729
Erscheinungsdatum 16.03.2021
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Format 1.2 x 23 x 15.5
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In this series the most important works in the history of philosophy are discussed with cooperative commentary from internationally renowned philosophers. Each volume contains 12 to 15 essays, and follows the organizational structure of the discussed philosophical work. Essential reading for students and academics alike, the series elucidates the major themes in philosophy without the need for time-consuming consultation of secondary literature.

In den Mittelpunkt der Schrift stellt Nicolaus Cusanus die Figur eines Laien (idiota), der - als Gegenpol zum universitär ausgebildeten Philosophen - den einfachen Ungebildeten und damit die wahre Weisheit repräsentiert, die dem Geist des Menschen und seinen Potentialen entspricht. Statt auf Bücherwissen und Autoritäten setzt er auf das eigene Philosophieren, das immer neu nach der Wahrheit fragt. Der Laie verkörpert die cusanische Philosophie in besonderem Maße: Fundamentale anthropologische, erkenntnistheoretische und metaphysische Bestimmungen des Cusanus finden sich hier in einer Gestalt vereint. Aus dem Wissen heraus, dass menschliches Erkennen immer nur mutmaßend sein kann, geht es um das rechte kritische Verhältnis zu den eigenen Erkenntnismöglichkeiten. An der Figur des Laien macht Cusanus deutlich, dass dies keineswegs in einen erkenntnistheoretischen Skeptizismus führt, der die Möglichkeit sicheren Wissens von vornherein für nicht erreichbar und infolgedessen alle Erkenntnisbemühungen für überflüssig hält, sondern dass darin das unendliche und dynamische Potential des Menschen zum Ausdruck kommt, sich unermüdlich an die Wahrheit anzunähern. In der Geschichte der Erkenntnistheorie vor Kant spielt "Der Laie über den Geist" somit eine fundamentale Rolle.

Isabelle Mandrella, Ludwig-Maximilians-Universität, München, Deutschland.

 

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