Pädagogisches Neusprech

Zur Kritik aktueller Leitbegriffe, Pädagogik kontrovers

Anne Kirschner/Karl-Heinz Dammer/Bernd Ahrbeck u a

260 Seiten

36,00 €
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Als "Neusprech" bezeichnet George Orwell in seinem dystopischen Roman 1984 die politisch gesteuerte Umformung der Sprache, mit der die in ihr aufbewahrte Vergangenheit dem Vergessen anheimgegeben, also unsagbar gemacht werden soll. Um solche Um- und Überformungsprozesse - in diesem Fall pädagogischer Begrifflichkeiten und Problemdebatten - meist im Namen von "alternativlosen" Reformen geht es auch in diesem Band. Denn die gegenwärtige Umgestaltung der pädagogischen Praxis mit neuen, der Kritik per se entzogenen Vokabeln bedarf eines Perspektivenwechsels. Anders als bei Orwell lassen sich die "Neuankömmlinge" jedoch nicht auf eine manipulierende Instanz wie den "großen Bruder" zurückführen, sondern speisen sich aus ganz unterschiedlichen Quellen und Kontexten, die hier, in umgekehrter Blickrichtung, aufgedeckt und kritisch auf ihre ideologischen Funktionen und möglichen Konvergenzen hin analysiert werden. In diesem Sinne behandelt werden folgende Begriffe: Individualisierung, Selbststeuerung, Kompetenz Gender/Geschlecht, Resonanz, Achtsamkeit, Vielfalt/Diversität, Resilienz, Nachhaltigkeit und Evidenzbasierung.

Dr. Karl-Heinz Dammer ist Professor für Allgemeine Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Dr. Anne Kirschner ist Juniorprofessorin für Allgemeine Pädagogik an der PH Heidelberg. Mit Beiträgen von Matthias Burchardt, Sieglinde Jornitz, Hans Bernhard Petermann, Thomas Vogel, Florian Wobser.

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Autor Anne Kirschner/Karl-Heinz Dammer/Bernd Ahrbeck u a
Verlag Verlag W. Kohlhammer GmbH
ISBN 9783170428096
ISBN/EAN 9783170428096
Lieferzeit 5 Werktage(inkl . Versand)
Erscheinungsdatum 16.11.2022
Lieferbarkeitsdatum 30.06.2023
Einband Kartoniert
Format 1.2 x 20.5 x 14.2
Seitenzahl 260 S.
Gewicht 352

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Verlag Verlag W. Kohlhammer GmbH
ISBN 9783170428096
Erscheinungsdatum 16.11.2022
Einband Kartoniert
Format 1.2 x 20.5 x 14.2
Gewicht 352

Als "Neusprech" bezeichnet George Orwell in seinem dystopischen Roman 1984 die politisch gesteuerte Umformung der Sprache, mit der die in ihr aufbewahrte Vergangenheit dem Vergessen anheimgegeben, also unsagbar gemacht werden soll. Um solche Um- und Überformungsprozesse - in diesem Fall pädagogischer Begrifflichkeiten und Problemdebatten - meist im Namen von "alternativlosen" Reformen geht es auch in diesem Band. Denn die gegenwärtige Umgestaltung der pädagogischen Praxis mit neuen, der Kritik per se entzogenen Vokabeln bedarf eines Perspektivenwechsels. Anders als bei Orwell lassen sich die "Neuankömmlinge" jedoch nicht auf eine manipulierende Instanz wie den "großen Bruder" zurückführen, sondern speisen sich aus ganz unterschiedlichen Quellen und Kontexten, die hier, in umgekehrter Blickrichtung, aufgedeckt und kritisch auf ihre ideologischen Funktionen und möglichen Konvergenzen hin analysiert werden. In diesem Sinne behandelt werden folgende Begriffe: Individualisierung, Selbststeuerung, Kompetenz Gender/Geschlecht, Resonanz, Achtsamkeit, Vielfalt/Diversität, Resilienz, Nachhaltigkeit und Evidenzbasierung.

Dr. Karl-Heinz Dammer ist Professor für Allgemeine Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Dr. Anne Kirschner ist Juniorprofessorin für Allgemeine Pädagogik an der PH Heidelberg. Mit Beiträgen von Matthias Burchardt, Sieglinde Jornitz, Hans Bernhard Petermann, Thomas Vogel, Florian Wobser.

 

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